Liquid Pixel – Eine Angiografische Kontrastmittel(Ver)Speisung

Liquid Pixel – Eine Angiografische Kontrastmittel(Ver)Speisung

Installation
2010
Infusionsschläuche, Druckpumpen, Selbstleuchtende Flüssigkeit

Ein Kooperationsprojekt mit Ulla Rauter

Die Umsetzung der 3D – Lichtzeichnungen (3D- Angiogramm) im Raum entstand aus dem Wunsch heraus, ein transparentes Objekt zu schaffen, dessen Form sich über das Licht definiert, sowie der Möglichkeit, dies auch von einem medizinischen Blickwinkel ausgehend betrachten zu können.

Der Raum wird als Körper gesehen, dessen Strukturen ausgeleuchtet werden, um sie besser wahrnehmen/ verstehen zu können. Der Körper besitzt (Hohl-)Räume und dient als Behälter für das Licht und seine Ausbreitung, auf ähnliche Weise, wie der menschliche Körper als Behälter für seine Organe dient. Ein Haus erweckt den Anschein bewohnt zu sein, sobald es von innen beleuchtet ist. Licht = Leben.

Das färbige Licht ist flüssig und definiert die Form einer 3D- Zeichnung. Es expandiert in den Raum indem es die 2 Dimensionalität der Zeichnung aufgibt und einen objekthaften Charakter annimmt. Es wird sozusagen ein Leuchtkörper generiert.

Ähnlich wie bei einer medizinisch vorgenommenen angiografischen Untersuchung fungiert das flüssige Licht als Kontrastmittel und wird mittels Pumpen und Spritzen injiziert. Als Angiografie wird in der Medizin die Darstellung von Gefäßen (meist Blutgefäßen) mittels diagnostischer Bildgebungsverfahren, beispielsweise Röntgen oder Magnetresonanztomografie, bezeichnet. Das daraus resultierende Bild nennt man Angiogramm.

Im Verlauf der Ausstellungsdauer nimmt die Leuchtintensität der Installation kontinuierlich ab, auf ähnliche Weise wie die Lebensenergie bei lebenden Organismen im Verlauf der Lebensdauer stetig abnimmt.

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