Da drinnen vor dem Auge „Da seh ich was“

Da drinnen vor dem Auge „Da seh ich was“

Film
2008
„Die schlimmsten Taten werden vom menschlichen Auge verübt. Wo die Tat mit den Augen getan wird, wird die Rechtfertigung auch über den Weg der Augen erteilt werden, denn die visuelle Tat ist ihre eigene Rechtfertigung.“ (Dieter Roth)

Was ich nicht sehe existiert nicht, und solange ich nicht beginne, daran zu denken oder es gar sehen zu wollen, existiert es auch weiterhin nicht in meiner persönlichen, realen Welt der Dinge.

Deshalb meint man vielleicht auch, dass das eigentliche Verbrechen beim Gedanken daran beginnt. Oder vielleicht doch mit dem „Wegsehen“?

Demnach enthält der „richtige“ Blick oder der genaue und sorgfältige Blick sozusagen auch versöhnliche Eigenschaften. Denn wie und von welchem Winkel ausgehend geblickt, bzw. der Blick auf sein Ziel ausgerichtet wird, ist eine Frage der individuellen Fähigkeit und Bereitschaft zur Feinjustierung des eigenen Blickes.

Das Fenster bildet die Grenzfläche zwischen dem was ich denke und dem was ich sehe, dem Drinnen und Draußen. Das Sehen wird zum Denken, das Denken zum Sehen und dadurch auch sichtbar gemacht.

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